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Spektakuläres Finish des Mount Gay Round Barbados Race 2016

Spektakuläres Finish des Mount Gay Round Barbados Race 2016
JAN 21,2016 @ 04:04

Spektakuläres Finish des Mount Gay Round Barbados Race 2016 – beim Rennen zum 80. Jubiläum wurden Rekorde gebrochen

Kräftiger Wind, hohe Geschwindigkeiten und die schnellsten Zeiten, die jemals gemessen wurden – das waren die Zutaten des 80. Jubiläums des Mount Gay Round Barbados Race, eines der spektakulärsten Bootsrennen der Geschichte: Es wurden insgesamt fünf Rekorde gebrochen, und jede Siegermannschaft gewann das Gewicht ihres Kapitäns in Rum.

Das Rennen mit versetzten Starts begann um 7 Uhr mit einer guten Mischung aus klassischen Jachten, darunter das atemberaubende Duo The Blue Peter und Galatea, sowie Ruth, ein lokal gebauter, 33 m langer Schoner, und einer konkurrenzfähigen Gruppe kleinerer Boote, unter ihnen drei J/24er. Die Stars der Show, die als letzte aufbrachen und Kopf an Kopf 60 Meilen um den Inselhals herum rasten, waren zweifellos die zwei erstklassigen MOD70er – die MS Barbados Concise 10 mit Kapitän Ned Collier Wakefield und die Phaedo3 unter gemeinsamer Steuerung von Lloyd Thornburg und Brian Thompson. Sie hatten zuvor Großes versprochen und es gehalten. 

Mit einer Brise von 20 Knoten und mehr waren diese beiden Kraftpakete von Anfang an nicht aufzuhalten, sobald sie die Startlinie in der Carlisle Bay hinter sich gelassen hatten. Sie umrundeten die Insel schneller, als es je zuvor gemessen wurde. Wie Raubtiere kämpften Sie den ganzen Parcours lang um die Vorherrschaft, bis die MS Barbados Concise 10 am Ende mit gerade mal 12 Sekunden Vorsprung einlief. Sie legte die Strecke in unfassbaren 2 Stunden, 37 Minuten und 38 Sekunden zurück und verbesserte den vorherigen Multihull-Rekord damit um unter zwei Stunden. 

Ein euphorischer Collier Wakefield bemerkte beim Feiern zurück auf dem Festland: „Mit zwei MOD70ern um die Insel zu rasen, also quasi im Match Race, war einfach fantastisch. Wir haben so hart darauf hin gearbeitet und endlos viel Zeit mit der Vorbereitung verbracht. Dass wir den Rekord gebrochen haben, ist großartig.“

Nach einem guten Start bei zunehmender Brise genossen die beiden Teams einen aufregenden raumen Wind an der Westküste, doch die MS Barbados Concise 10 wurde von einem kräftigen Windstoß erfasst. Daher konnte das Team Phaedo3 die Führung übernehmen. 

Collier Wakefield erläuterte: „Wir lagen schon fast auf dem Ohr und mussten das Segel lockern. Aber wir wussten, dass North Point der wichtigste Teil des Rennens sein würde, und waren heute Morgen um 7 Uhr zum Üben da. Nach diesem Probelauf war uns klar, dass wir sie am Point an der Innenseite schneiden konnten. Dadurch waren wir im Vorteil, und sobald wir vorne lagen, mussten wir nur noch die Deckung wahren. Aber bei einem Wind von 22 Knoten und einer Bootsgeschwindigkeit von 37 Knoten mit dem Wind hatten wir die gesamte Strecke über alle Hände voll zu tun.“ 

Lloyd Thornburg, der Ko-Kapitän der Phaedo3, fügte hinzu: „Es war ein tolles Rennen, aber nach 60 Meilen bei vollem Tempo auch ein ermüdendes. Glückwunsch an die MS Barbados Concise 10.“

Einen weiteren immensen Erfolg konnte ein lokaler Segler verzeichnen, Trevor Hunte, der nicht nur seinen eigenen Windsurfer-Rekord von 2014 um beeindruckende 2 Stunden und 41 Minuten verbesserte, sondern die gesamte Flotte über den ganzen Parcours hinweg anführte, um als Erster über die Ziellinie zu gehen. Er legte die Strecke in 5 Stunden, 34 Minuten und 16 Sekunden zurück. Auf seinem Rennbrett Phantom Batwing 377 mit einem RS:X-Rigg raste er um die Insel herum und schlug seinen Mitstreiter, den Franzosen Fabrice Cornic, auf einem Fanatic. 

Ein leicht erschlagener, aber hocherfreuter Hunte kommentierte bei seiner Ankunft an Land: „Wow, ich kann's nicht fassen, dass ich das geschafft habe. Ich freue mich riesig. Obwohl ich niemanden gesehen habe, weil ich die ganze Zeit in Führung lag, war es alles andere als langweilig. Der Wind erreichte zwischen Holetown und Speightstown an der Westküste mindestens 25 Knoten. Ich war mit 20 Knoten im Halbwind mehr als gut beschäftigt. Es gab viele brenzlige Momente, und North Point war fast nicht zu bewältigen. Die Wellen waren so groß, dass ich kaum kreuzen konnte. Nichts für schwache Nerven, so viel steht fest.“ 

Das Rennen wird vom Barbados Cruising Club in Zusammenarbeit mit Barbados Tourism Marketing Inc. und Mount Gay traditionell an einem offiziellen Feiertag, dem Errol Barrow Day, organisiert. Es ist das wichtigste Event der jährlich abgehaltenen Mount Gay Round Barbados Race Series, und so war die hohe Zuschauerzahl keine Überraschung.

Ortsansässige und Urlauber machten sich auf den Weg in den Süden der Insel zum Zentrum der Veranstaltung am Barbados Cruising Club und Barbados Yacht Club, wo sie entspannte Stunden in der Sonne verbrachten und Start und Ziel der Rennen im Blick hatten. Die Fans folgten dem Rennen aber auch im Auto und hielten an günstigen Aussichtspunkten entlang der Küste, wie z. B. am North Point, der seit jeher die größte Herausforderung für die Wettkämpfer darstellt. 

Eine J/24 um den berüchtigten North Point zu segeln, ist eine Herausforderung, die das Team College Funds mit Bravour gemeistert hat. Die jugendliche Mannschaft unter der Führung des Laser-Seglers Jason Tindale (25) konnte erneut mit ihrer Leistung beeindrucken. Sie segelten ein taktisch gutes Rennen, legten die Strecke in 8 Stunden, 37 Minuten und 26 Sekunden zurück und waren hocherfreut, ihren eigenen Vorjahresrekord um 18 Minuten gebrochen zu haben.

Tindale bemerkte: „Wir sind so froh, dass wir unsere Vorjahreszeit toppen konnten. Letztes Jahr war allerdings ein echter Spaziergang im Vergleich zu diesem. Wir hatten rund 22 Knoten Wind mit einem drei Meter hohen Wellengang vor North Point, was auf einer J/24 nicht gerade gemütlich ist, aber wir haben es geschafft. Das Rennen war fantastisch, und wir haben besonders unseren Zweikampf mit der Whistler [J/105] genossen, der rund um Needhams Point, dem Ende entgegen, etwas haarig wurde. Jetzt freuen wir uns darauf, unsere Rumbeute abzuholen!“ 

Ebenso beeindruckend war der Einhand-Rekord, der von dem J/24-Segler Cecil Lecrenay auf der Bunga-Bunga gebrochen wurde. Er schloss die Strecke nach 9 Stunden, 46 Minuten und 42 Sekunden ab.

Dave Staples und das Team von Williams Industries Inc. auf der TP52 Conviction hatten einen eher rodeoartigen Start, beruhigten sich dann aber und konnten Kontrolle gewinnen, um dann wie die Teufel loszusegeln und den Kurs in 5 Stunden, 34 Minuten und 16 Sekunden zurückzulegen. Damit verteidigten sie den im Vorjahr erzielten Rekord für die 60 Fuß und Under Monohull Round Barbados.

Rekorde 2016

  • Multihull – MS Barbados Concise 10 Streckenzeit: 2 Stunden, 37 Minuten und 38 Sekunden. Vorheriger Rekord: 4 Stunden, 42 Minuten und 20 Sekunden.
  • Windsurfer – Trevor Hunte Streckenzeit: 5 Stunden, 34 Minuten und 16 Sekunden. Vorheriger Rekord: 7 Stunden, 59 Minuten und 10 Sekunden.
  • One-Design J/24 – Team College FundsStreckenzeit: 8 Stunden, 37 Minuten und 26 Sekunden. Vorheriger Rekord: 9 Stunden, 6 Minuten und 38 Sekunden.
  • 60 Fuß und Under – TP52 Conviction Streckenzeit: 5 Stunden, 34 Minuten und 16 Sekunden. Vorheriger Rekord: 6 Stunden, 7 Minuten und 6 Sekunden.
  • Einhand-Monohull – J/24 Bunga-Bunga Streckenzeit: 9 Stunden, 46 Minuten und 42 Sekunden. Vorheriger Rekord: 9 Stunden, 49 Minuten und 58 Sekunden. 

Hier klicken für die Ergebnisse des Mount Gay Round Barbados Race 2016.

 

Beitrag von Sue Pelling.


Über die Mount Gay Round Barbados Race Series

Die frühen Jahre

Das erste Rennen rund um Barbados fand nachweislich im Jahr 1936 statt, als fünf Handelsschoner (Sea Fox, Mona Marie, Marion B Wolfe, Lucille Smith und Rhode Island) die Herausforderung annahmen. Die Sea Fox (Kapitän Lou Kenedy) war mit einer Zeit von 10 Stunden und 20 Minuten der Gesamtsieger. 

Das Rennen basierte ursprünglich auf dem guten Ruf, den sich ein Handelsschoner aufgrund seiner Schnelligkeit erwerben konnte. In einer Zeit, in der die Kapitäne für Frachtgut, das vor rivalisierenden Schiffen eintraf, erheblich höhere Preise verlangen konnten, war dieses Rennen äußerst lukrativ. 

Der Trostpreis, ein Fass Mount Gay Rum für das langsamste Schiff, wurde später nicht mehr vergeben. Man hatte herausgefunden, dass einige Mitstreiter absichtlich tagelang auf See blieben, um sich diesen Preis zu sichern.

Heute

Im Jahr 2012 wurde das Mount Gay Round Barbados Race um das Two Restaurants Race erweitert, womit sich die Wettkämpfe über zwei Tage erstreckten. Die Idee erwies sich als Erfolg, und im Jahr 2014 wurde die Veranstaltung – wie die meisten anderen karibischen Regatten – zu einer Serie von Dreieckskursen vor der Küste ausgedehnt, das Two Restaurants Race und das Mount Gay Round Barbados Race eingeschlossen. Das 300 Meilen lange Ocean Race von Barbados nach Antigua am Ende der Regatta wurde absichtlich so gelegt, dass es mit dem Beginn der Superyacht Challenge in Antigua zusammenfällt.


Weitere Informationen zu der

Veranstaltung erfahren Sie unter: 
[email protected]

Event-Website:
 http://mountgayrumroundbarbadosrace.com

Facebook: 
http://www.facebook.com/MountGayRumRoundBarbadosRace

Twitter:
 http://twitter.com/MGRRBR


 

     
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