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Geschichte und Kultur

Die fünf größten Geheimnisse von Barbados

Die fünf größten Geheimnisse von Barbados
MRZ 02,2016 @ 07:49

Barbados ist magisch, exotisch und rundum herrlich! Mit seinen natürlichen und von Menschenhand gemachten Schätzen, die manchmal ebenso bewundernswert wie verwunderlich sind, stellt die Insel sogar die neugierigsten Geister irgendwann zufrieden. Entdeckung ist das Stichwort: Gehen Sie auf die Suche jenseits Ihrer Vorstellungskraft – wo wunderbare Panoramen und wissenschaftliche Anomalitäten Seite an Seite existieren und auch der Romantiker in uns auf seine Kosten kommt! 

Wenn wir Sie dazu einladen, Barbados zu entdecken, dann meinen wir das auch so! Schließlich bietet jeder Winkel unserer Insel aufregende Möglichkeiten, Neues zu sehen und zu lernen.  Schätze, Legenden und Rätsel warten überall darauf, Ihnen goldene Glücksmomente zu bereiten, Sie zu verwirren und zu faszinieren. Barbados hat alles für alle – ob Geschichtsfans, Geografen oder Geisterjäger! Kaum zu glauben? Dann müssen Sie es wohl selber ausprobieren!  

Hier stellen wir Ihnen fünf der Geheimnisse vor, die Sie erwarten: 

Die Chase Vault: Diese geisterhafte, faszinierende Gruft in der südlichen Gemeinde von Christ Church, die so genannte Chase Burial Vault, war die letzte Ruhestätte der Familie Chase. Die Frage, ob ihre Bewohner wirklich jemals zur Ruhe gekommen sind, bewegt den Volksglauben von Barbados schon seit hunderten von Jahren.  Der Legende nach standen die Bleisärge, in denen damals bestattet wurde, nicht einfach still in ihrer Gruft. Im Jahr 1833 wurde die Stätte für das Begräbnis eines Familienmitglieds geöffnet. Die bereits vorhandenen Särge sollen sich auf rätselhafte, unerklärliche Weise bewegt haben; einige lagen sogar verkehrt herum. Sie wurden immer wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht, und der Eingang zur Gruft wurde sorgfältig verschlossen. Doch jedes Mal, wenn die Gruft geöffnet wurde, befanden sich die Särge an anderen Stellen, ohne dass irgendwelche Zeichen auf menschliches Eingreifen gedeutet hätten. Die Gruft ist seither verlassen worden, die Särge wurden anderswo beigesetzt, und das Phänomen entzieht sich jeder wissenschaftlichen Erklärung. Ob sich die Särge nun wirklich bewegt oder sogar zum Rhythmus ihrer eigenen jenseitigen Trommeln getanzt haben, werden wir niemals erfahren. Aber darüber zu spekulieren, macht trotzdem Spaß! 

Die Schwerkraft auf dem Cherry Tree Hill:  Der Cherry Tree Hill (Kirschbaumhügel) in der östlichen Gemeinde von St. Andrew ist bekannt für seine atemberaubende Aussicht auf den Scotland District und ein echtes Muss für jeden Barbados-Besucher.    Er liegt rund 260 Meter über dem Meeresspiegel und ist umgeben von unserer herrlichen Insellandschaft. Darüber hinaus gibt dieser Ort aber auch ein Rätsel auf, das Einwohner und Besucher gleichermaßen in Staunen versetzt. Die Gesetze der Schwerkraft scheinen hier nicht zu gelten, und Fahrzeuge legen ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag. Oder haben Sie schon mal von einem parkenden Auto gehört, das bergauf rollt?  Genau das passiert auf dem Cherry Tree Hill. Wie ist das möglich?  Schieben unsichtbare Geisterhände die Fahrzeuge den Hügel hinauf? Handelt es sich um eine optische Täuschung oder einfach um eines jener ungelösten Rätsel dieser Welt?  Sehen Sie es sich mit eigenen Augen an! 

Garrison Tunnels:  Was könnte spannender und geheimnisvoller sein als verstohlene Machenschaften im Untergrund, bei denen „Morde, Hinrichtungen, Verbrechen und Strafen“ an der Tagesordnung waren? Diese fast 200 Jahre alten Tunnel wurden zufällig bei Restaurierungsarbeiten am George Washington House entdeckt, der zeitweiligen Residenz des US-Präsidenten auf seiner einzigen Reise außerhalb der Vereinigten Staaten.  Sie bilden ein 3,2 km langes, unterirdisches Netzwerk und liegen drei bis fünf Meter unter dem Garnisonsareal, das zum UNESCO-Weltkulturerbe von Barbados gehört.  Untersuchungen legen nahe, dass die Tunnel zu Entwässerungszwecken und für die Truppenbewegung auf dem Militärgebiet verwendet wurden. Sie erinnern jedoch auch an die horrenden Zeiten des Sklavenhandels, dienten sie doch wahrscheinlich der heimlichen Entsorgung von Leichen, die ins Meer gespült wurden. Wenn Sie einen Hang zum Makabren haben, sind Sie hier gut aufgehoben! 

Die HARP Gun: Wer weiß, welche Geheimnisse sich im rostenden Überbleibsel der HARP Gun verbergen, oder was sie bei der Entwicklung der Raumfahrt auf Barbados hätte leisten können? Die HARP Gun war als Satellitenträger gedacht – eine RIESIGE Kanone, die etwas „ins All schießen“ sollte.  Die 1961 gebaute HARP – ein Akronym für High Altitude Research Project – war eine Initiative der Regierungen Amerikas und Kanadas. Der Entwurf stammte von einem Ballistiker namens Gerald Bull, der im Jahr 1990 während der Arbeit an einer anderen Weltraumkanone für die irakische Regierung ermordet wurde. Die HARP Gun auf Barbados konnte einen Gegenstand 180 km weit in den Himmel schießen. Sie erzielte einen bis heute ungebrochenen Höhenweltrekord in der Kategorie der kanonenartigen Abschussgeräte.  Die Identität des Mörders von Gerald Bull ist allerdings bis heute ungeklärt. Die US-amerikanische und kanadische Finanzierung für HARP endete im Jahr 1967, und die Weltraumkanone wurde an ihrem ursprünglichen Standort in der Foul Bay, in der südöstlichen Gemeinde von St. Philip, zurückgelassen. Dort steht sie noch heute als Erinnerung daran, was hätte sein können.   Man muss sie schon selber gesehen haben, um sich das klar zu machen! 

Sam Lord:

Direkt aus den Annalen der bajanischen Geschichte, Legende und Volkskunde entsprungen – gestatten: Sam Lord!  Samuel Hall Lord, bekannt als Sam Lord, war allen Berichten zufolge ein Seeräuber und Schurke, der zu großem Reichtum gekommen sein soll. Angeblich hängte er Laternen in die Kokospalmen an der Küste von St. Philip, lockte somit die Schiffe auf die Felsen und plünderte sie aus. Die Schiffskapitäne hielten die Lichter für den Hafen von Bridgetown und ließen ihre Schiffe auf den zerklüfteten Riffen auflaufen. Sam Lord’s Castle, einst der Herrensitz eines der berühmtesten Banditen von Barbados, wurde der Legende nach von diesen unrechtmäßig erworbenen Gütern bezahlt. Allerdings wird heutzutage viel darüber spekuliert und gerätselt, ob Sam Lord wirklich all die Schiffswracks verursacht hat, für die er verantwortlich gemacht wird.  Möglicherweise sind einige davon aus anderen Gründen aufgelaufen. Gewisse Dokumente zeigen im Übrigen, dass Sam Lord bei einigen dieser Unfälle gar nicht in der Gegend war und sie darum nicht auf seine Kappe gehen können.  

Der immense Schatz von Sam Lord soll angeblich in einem Verlies und Tunnelnetzwerk unter dem Strand und dem Schloss verborgen gelegen haben, wurde aber nie gefunden.  Das einst völlig heruntergekommene Schloss wird derzeit renoviert. Könnten seine Mauern sprechen, so hätten sie sicherlich viel über ihren berüchtigten Besitzer und das Geheimnis zu erzählen, das ihn bis heute umgibt.

     
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