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Das historische Bridgetown und seine Garnison

UNESCO-Weltkulturerbe

Das historische Bridgetown und seine Garnison – Welterbestätten sind Orte auf der Welt, die einen außergewöhnlichen universellen Wert für die Menschheit haben.

Am 25. Juni 2011 wurde Barbados mit dem historischen Bridgetown und seiner Garnison in die erlesene Gruppe der Nationen mit Weltkulturerbestätten aufgenommen.Diese Auszeichnung ist für einen kleinen karibischen Inselstaat etwas ganz Besonderes. Zudem trägt sie zum Ausgleich des geografischen Missverhältnisses bei, das im Hinblick auf lateinamerikanische und karibische Stätten besteht.Das Ziel der UNESCO sind die Erkennung, der Schutz und der Erhalt des kulturellen und natürlichen Erbes der Welt, wie in der Welterbekonvention von 1972 festgeschrieben.

Weltkultur- und -naturerbestätten sind Orte auf der Welt, die einen außergewöhnlichen universellen Wert für die Menschheit haben. Sie müssen also nicht nur für die Länder, in denen sie sich befinden, bedeutsam sein, sondern für die ganze Welt. Als solche werden sie in die Welterbeliste aufgenommen, damit sie für zukünftige Generationen bewahrt werden können.


Historische Bedeutung

Nach der europäischen Besiedlung vor fast 400 Jahren entwickelte sich Bridgetown zu einem wichtigen Umschlaghafen für Waren wie Zucker, aber auch für die Sklaven der britischen Kolonialzeit. Das unregelmäßige Besiedlungsmuster und die Straßenführung des frühen 17. Jahrhunderts spiegeln den mittelalterlichen Einfluss der frühen englischen Siedler auf die Stadtplanung von Bridgetown wider. Die spontane Entwicklung und der gewundene Straßenverlauf trugen zur Entstehung bzw. Abwandlung von kreolischen Formen der tropischen Architektur bei, die von afrikanischen Arbeitskräften im europäischen Stil errichtet wurde.


Barbados war der erste Anlaufhafen für Schiffe, die den Atlantik überquerten. Die Lage der Insel bot aus militärischer Sicht strategische Vorteile. Einerseits konnten die britischen Handelsinteressen gegen französische, spanische und niederländische Angriffe verteidigt werden, andererseits ließ sich auch die imperiale Macht der Briten in der Region von hier aus gut schützen. Die befestigten Hafenanlagen der Stadt waren entlang des Korridors an der Bay Street von der Stadt zur Garnison und um die Carlisle Bay herum verbunden. Nach 1650 entwickelte sich in der historischen Garnison von Bridgetown ein komplexes System der Militärführung. Die britische Kolonialgarnison war beispielhaft im Atlantikraum, was strukturelle Vollständigkeit und Funktionalität betraf.

Das historische Bridgetown und seine Garnison beteiligten sich nicht nur mit Waren und Menschen am internationalen Handelsverkehr, sondern fungierten auch als Knotenpunkt für den Austausch von Ideen und Kulturen in der kolonialen Welt des Atlantikraums. Bis zum 17. Jahrhundert hatten sich Handelsbeziehungen zu England, Nordamerika, Afrika und der kolonialen Karibik gebildet, wodurch der Hafen zu einem kosmopolitischen Zentrum für den Handel, die Besiedlung und auch die Ausbeutung wurde.

Bridgetown heute

Auch heute noch ist Bridgetown einer der geschäftlichen und wirtschaftlichen Dreh- und Angelpunkte der Insel. Neben der Vielfalt an Einkaufszentren und Duty-Free-Shopping in Bridgetown werden die Besucher auch den einzigartigen Charme der Stadt zu schätzen wissen. Straßenverkäufer mit farbenfrohen frischen Erzeugnissen und Waren aller Art spielen an gewissen Orten in Bridgetown noch immer eine wichtige Rolle im Stadtbild. Der Binnenhafen und die berühmte Chamberlain Bridge bieten Fischerbooten, Katamaranen und Freizeitbooten eine sichere Unterkunft. Das östliche Ende der Promenade führt zum Independence Square, einem ruhigen Rückzugsort im Stadtkern. Der mit vielen Bänken umstandene Platz bietet eine wunderschöne Aussicht aufs Meer und einige der geschichtsträchtigsten Gebäude von Bridgetown, darunter auch das Parlamentsgebäude.

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