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Das Chattelhouse: ein einzigartiges barbadisches Wahrzeichen

Das traditionelle bajanische Chattelhouse

Die Chattelhouses von Barbados haben sich im Laufe der Zeit ihren traditionellen Charme bewahrt und tragen maßgeblich zur Schönheit der Landschaft bei. Ähnlich wie die kleinen Dorfgeschäfte erzählen sie die bemerkenswerte Geschichte der Plantagenwirtschaft nach der Emanzipation der Sklaven.

Chattelhouses wurden als bewegliche kleine Holzhäuser auf den Ländereien der Plantagen errichtet, denn die Arbeiter mussten je nach Bedarf mit ihren Familien umziehen können. Baustil und Details entwickelten sich nach und nach und „entlehnten“ einige Elemente von den herrschaftlichen Plantagenhäusern, z.B. Veranden und Maßwerk. Diese Art der Verzierung verlieh ihnen Charakter und Reiz (Walker, 2011). Jedes dieser Holzhäuser hat seine ganz eigene Persönlichkeit.

Das Chattelhouse ist ein einzigartiges barbadisches Wahrzeichen, das den Besuchern die Geschichte und Kultur unserer Insel auf ganz besondere Art nahe bringt. Seiner einstigen weiten Verbreitung zum Trotz verschwindet es langsam aus der Landschaft, doch wir haben nun Gelegenheit, diese barbadische Ikone für die Nachwelt zu bewahren. An ausgewählten Orten wie St. Lawrence Gap, Chattel House Village in Holetown und Tyrol Cot in St. Michael wurden die Chattelhouse-Dörfer bereits verewigt.

Die Bauwerke werden nunmehr als Geschäftsräume wie auch als Touristenattraktionen genutzt und gewinnen zunehmend an Bedeutung für den Fremdenverkehr auf der Insel. „Sie gehören zum sichtbaren Erbe von Barbados... Dank der Anpassung und Wiederverwendung von Chattelhouses ist es heutzutage möglich, mit geringem Kostenaufwand eine Geschäftslokalität zu erwerben. Dies ist die Wiedergeburt des Chattelhouses, und seine Architektur erzählt die komplexe Geschichte eines Volkes.“ (H. Fraser, in: Evanson, 2012).

Die Zahl der Chattelhouses mag zurückgegangen sein, da sich Geschmäcker und Baustile verändert haben, doch werden sie mittlerweile für kommerzielle Zwecke umfunktioniert. Aus historischer Sicht und im Kontext des sich entwickelnden Geschichtstourismus wäre auch eine Untersuchung der Verbindung zu South Carolina lohnenswert, die sich ergab, als ein Teil der herrschenden Plantagengesellschaft gen Norden zog.

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